Bruchtest

Eine spezielle Disziplin stellt im Taekwondo der Bruchtest, genannt Kyok-Pa, dar. Dieser ist aber im Gegensatz zu den anderen genannten Disziplinen nicht zum ständigen Üben gedacht, und muß bei Prüfungen auch nicht mehrmals ausgeführt werden. Er dient vielmehr als Herausforderung an den Taekwondo'ler seine eigenes Können unter Beweis zu stellen und so das Brett zu "besiegen". Der Bruchtest ist auch eine gerngesehene Ergänzung zum normalen Programm bei Vorstellungen und Veranstaltungen, da er das Typische am Kampfsport verkörpert - so zumindest die landläufige Meinung der Bevölkerung bezüglich diesem Thema. Wie schon gesagt ist der Kyok-Pa jedoch primär eine Herausforderung an jeden Taekwondo-Kämpfer und auch keine einmalige Sache. Die Dicke des Brettes nimmt nämlich passend zum Gürtelgrad kontinuierlich zu: Ist das Brett anfangs "nur" 1 cm dick, steigert es sich bis zum 1. Dan auf bis zu 5 cm! Dies mag für Unbeteiligte als "unmenschlich" oder "unschaffbar" erscheinen, man muß sich aber auch klar machen, daß mit dem Gürtelgrad und der Dicke des Brettes natürlich auch das Können des Taekwondo'lers zunimmt. Es ist so immer gewährleistet, daß ein motivierter und trainierter Sportler die ihm gestellte Aufgabe meistern kann. Und das sollte er auch in seinem eigenen Interesse tun, denn der Bruchtest ist fester Bestandteil jeder Prüfung und kann auch verantwortlich für ein mögliches Scheitern sein. Man sollte ihn daher nicht auf die leichte Schulter nehmen.