Die Geschichte des Taekwon-Do

Die Kampfkunst entwickelte sich in Korea schon vor ca. 2000 Jahren.

Es ist allerdings kein direkter Einfluss die Entwicklung des heutigen Taekwondo festzustellen. Im kleinsten der 3 bestehenden Königreiche wurde eine Elitetruppe zur Verteidigung des Vaterlandes ausgebildet. Die Hwa Rang Do übten sich auch in geistiger und körperlicher Disziplin.
Sie beherrschten zwei Arten des Hand- und Fußkampfes,den Faustkampf Soo Bak Gi und den Fußkampf Taek Kyon.
Die Kämpfer des Hwa Rang Do zeichneten sich durch enormes Geschick und großen Mut aus. Durch sie lebte die Kampfkunst wieder auf.
Die beiden Kampfsportarten wurden zur nationalen Kriegskunst und wurden immer beliebter.
Doch in den Jahren von 1392-1910 in der Joseon Dynastie gerieten die Kampfkünste in Vergessenheit, da alles, was mit der Militär zu tun hatte, verachtet wurde.
In den Jahren der japanischen Besatzung von 1909-1945 wurde ein Ausübungsverbot über den Kampfsport verhängt.
Die Kunst des Kämpfens wurde noch im Untergrund ausgeführt.
Nur noch wenige Schüler lernten die Kampfkünste des Soo Bak Gi und Taek Kyon.
Die eigentliche Geschichte des Taekwondo begann mit Choi Hong- Hi.
Er lernte von einem Meister Taek Kyon und in seiner Zeit in Japan die
Kriegskunst Karate. Schon nach 2 Jahren erlangte er den schwarzen Gürtel 1.
Grades.1946 begann er vorerst seine Schüler in der Kampfkunst Karate auszubilden.
Choi Hong- Hi setzte alles daran, eine eigene Kampfkunst zu entwickeln,
der der Karatekampf nicht gewachsen war. Er verbesserte die Taek Kyon und
Karate Techniken. Durch seinen erfolgreichen Weg in der Armee konnte er die
Ausbildung seiner eigenen Kampfkunst bei den Soldaten durchsetzen.
Choi Hong- Hi gründete 1953 den Oh Do Kwan für das Militär.
Mit Hilfe der führenden Ausbilder sowie alter koreanischer Künste
vollbrachte er die Verschmelzung zu einem neuen und einheitlichen Kampfstil.
Auch in den alten Kampfschulen wurde nach dem System von Choi Hong- Hi unterrichtet.
Am 11. April 1955 setzte sich der von Choi Hong- Hi vorgeschlagene Name Taekwon- Do endgültig durch.
Er ersetzte alle bisherigen Namen des neuen Kampfsports und verbreitete sich in ganz Korea.http://ad.zanox.com/ppv/?8852701C941517872

Verbreitung des Kampfsports Taekwondo

Im Jahre 1959 reiste Choi Hong- Hi gemeinsam mit einer Delegation in den fernen Osten.
Ziel der Reise war es Taekwondo im In- und Ausland zu verbreiten.
Dieses gelang ihm mit enormem Erfolg. Mit seinen Teams bereiste er in den folgenden Jahren Amerika, Europa sowie den nahen und mittleren Osten, wobei viele Mitglieder zur Verbreitung des Kampfsports und der Kunst des Taekwondo in den besuchten Ländern blieben. Neue Landesverbände wurden gegründet.
Mit den Landesverbänden Arabien, Deutschland (West), Italien, Korea,
Malaysia, Singapur, Türkei, USA und Vietnam wurde 1966 in Seoul die
International Taekwondo Förderation (ITF) gegründet.
Der 1. Präsident wurde Choi Hong Hi. Er hatte dieses Amt bis zu seinem Tode inne.
Inzwischen gehören der ITF ca. 120 Landesverbänden an.
Millionen von Schülern lernen mittlerweile die Kunst des Taekwondo.

Taekwondo in Deutschland

General Choi Hong-Hi kam 1965 erstmalig mit seinem Team nach München zu einer Veranstaltung. Kwon Jae-Hwa blieb in Deutschland und unterrichtete den Kampfsport Taekwondo in einer Münchner Kampfsportschule.
Er gründete 1966 den Deutschen Taekwondo Verband, als Teil des Deutschen Judo- Bundes. Weitere Kampfsportschulen entstanden unter anderem in Frankfurt und Stuttgart.
Bereits 1968 1. Deutsche Meisterschaft statt.
Bei der Weltmeisterschaft im Taekwondo 1973 in Korea errang Deutschland die Silber- und Bronzemedaille im Leichtgewicht.
1979 wurde die Weltmeisterschaft in Sindelfingen ausgetragen.
1981 wurde die Deutsche Teakwondo Union(DTU) gegründet.
Diese wurde 1982 Mitglied im Deutschen Sportbund (DSB).
Im Jahre 2003 fand die WTF- Weltmeisterschaft erneut in Deutschland
statt. Die deutschen Sportler konnten dort 3 Medaillen gewinnen.

Die DTU umfasst inzwischen 16 Landesverbände, die aus ca. 1000 Vereinen und fast 60.000 Mitgliedern bestehen.